Simon no Japan / Visum

Simon の Japan

Visum

Das Working-Holiday-Visum zu bekommen ist eigentlich sehr leicht. Dennoch habe ich mich auch schwer damit getan, mir alles durchzulesen und alles zu planen und diesen gesamten Papierkram auszufüllen. Darum möchte ich euch mit diesen Infos ein paar Hilfestellungen am Rande geben, die euch vielleicht mehr Motivation in Hinsicht auf den Papierkram geben.

1. Passfoto

Das Passfoto scheint wohl eines der einfachsten Dinge zu sein. Man geht einfach in eine Shooting-Box, lässt ein Bild von sich machen und das wars. Dennoch gibt es ein paar Hilfreiche Tipps, die dabei beachtet werden sollten:

"Warum?" fragt ihr euch sicherlich. Ganz einfach aus dem Grund, dass man Bewerbungsfotos in Japan auch mit einem Anzug macht. Und da wären wir auch schon bei Punkt zwei.

Ihr werdet in Japan mehr als nur ein Foto brauchen. Da ihr eh ein neues für euer Visum machen lassen müsst, könnt ihr auch gleich noch ein paar weitere Fotos für eine Bewerbung oder den Führerschein in Japan machen.

2. Krankenversicherung

Eine Versicherung zu finden ist relativ einfach. Ich persönlich habe die HanseMerkur genommen, einfach weil ich irgendeine brauchte. Klar kann man auch auf die Leistungen achten, aber irgendeine muss man nehmen, also seid nicht zu wählerisch. Kostpunkt: ~400€

3. Flugticket

Hierzu gibt es nicht viel zu sagen. Ihr solltet es buchen, wenn ihr sicher seid ihr habt genug Finanzielle Mittel, ihr seid für das Auslandsjahr bereit und ihr seid sicher, dass ihr das Visum bekommt. Oneway-Ticket ca. 450€, Hin und Zurück ca. 850€

4. Finanzielle Mittel

Hier solltet ihr euch wirklich gedanken machen, so wie ich es gemacht habe. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie viel Geld ich wohl sparen sollte, bevor ich nach Japan gehe. Es ist sehr riskant mit wenig Geld nach Japan zu gehen. Es sollte mit allen Abzügen für mindestens 3 Monate reichen, da es sein kann, dass ihr nicht so schnell einen Job in Japan findet und dann wieder früh nach Hause müsst. Es wird von der Botschaft ein finanzieller Nachweis gefordet (Kontoauszug o.ä.). Ihr solltet so ungefähr 4000€ haben + Flug und Auslandskrankenversicherung. Also um die 5000€. Damit werdet ihr gute drei Monate in Japan auskommen. Speziell Tokyo ist teuer, bietet aber die höchsten Arbeitschancen meiner Meinung nach. Also seid nicht zu naiv.

5. Reisepass

Auch wenn es klar ist, der Ordnung halber hier dabei. Achtet darauf das euer Reisepass gültig ist... während des gesamten Zeitraumes. Am besten sollte er noch mindestens ein Jahr länger gültig sein, falls ihr doch noch länger in Japan bleiben wollt. Denk auch immer daran, dass in Japan die Passpflicht gillt, dass heißt, dass ihr immer euren Pass mit euch mitführend müsst.

6. Anmeldeformular

Das Anmeldeformular ist einfach auszufüllen. Dabei sei gesagt, dass es nicht umbedingt nötig ist, eine Kontaktperson in Japan zu haben oder jemanden, der einen eingeladen hat. Wichtig ist aber, eine Unterkunft zu haben. Diese kann dann gegebenenfalls auch die Kontaktperson darstellen, falls das doch gewünscht sei.

7. Auflistung der geplanten Aktivitäten

Hier solltet ihr aufjedenfall genug eintragen, auch wenn es vielleicht aus eurer Sicht oder mit euren momentan finanziellen Möglichkeiten nicht umsetzbar ist. Wichtig zu verstehen für dieses Visum ist, dass es sich in erster Linie um einen Ferienaufenthalt handelt und nicht um das Vollzeitarbeiten an einem Ort. Dafür ist das Visum nicht gedacht. Sollte die Botschaft also verdacht schöpfen oder das Gefühl haben, dass ihr nur an einem Ort Arbeiten wollt und mehr oder weniger dieses Visum nutzt um nach Japan überzusiedeln, kann sie euch das Visum auch einfach nicht aushändigen. Und wenn der Flug und die Versicherung schon gebucht ist, was ja aufjedenfall ein Muss ist, wenn man das Visum beantragen will, dann tut es gleich doppelt weh. Also überlegt euch gut, was ihr hier reinschreibt. Verschiedene Städte, oder Ort an denen ihr wirklich gerne gehen wollt. Ich z.B. wollte schon immer mal gerne auf die Urlaubsinsel Okinawa. Ob ich das mit meinem Mitteln schaffe ist eine andere Frage, aber ich werde es mir aufjedenfall vornehmen, deswegen schreibe ich es rein. Bitte denkt auch daran, dass die Botschaft euch interviewn kann, wenn sie zweifel hat oder weitere Fragen. Dann solltet ihr genaustens über euren Plan bescheid wissen und auf eventuelle Fragen antworten können.

8. Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist einfach so auszufüllen, wie ihr es von der Bewerbung kennt. Praktika oder Probearbeiten sind dabei eher weniger wichtig. Wichtig ist hier eher, dass gesehen wird, dass man sich auch in Deutschland um seine Zukunft bemüht hat.

9. Das Motivationsschreiben

Irgendwann kommt man an die Stelle, wo man hiermit anfangen muss. Bei mir was es das letzte, was ich gemacht habe. Ich finde sowas immer ziemlich lästig. Da ich meine gesamten Dokumente in Japanisch geschrieben habe, war es doppelt so schwierig. Hier ist wichtig zu beachten, dass die Botschaft in erster Linie eure Motivation verstehen will. Bitte denkt auch hier daran, was der Sinn und Zweck dieses Visums ist. Bevor ich in ein anderes Land auswander, möchte ich doch wenigstens voher Erfahrungen in dem Land gemacht haben, auch wenn es in mehreren Urlauben dort sehr schön war oder? Deshalb gibt es gute Gründe, die man hier niederschreiben kann.

Wie ihr seht, gibt es vieles, was man schreiben könnte. Mein Schreiben war so aufgebaut, dass ich zuerst meine Motivation geschrieben habe (3/4 der Seite) und zum Schluss etwas über mich, was relevant für dieses Visum ist und damit die Botschaft sich noch einen besseren Eindruck von mir und meiner Motivation und meinen Vorbereitungen machen kann. Gebt euch Mühe, schreibt es, lest es euch einen Tag später an, gebt es Verwandten oder Bekannten, dass diese nochmal einen Blick drauf werfen können und dann klappt das schon.

Wichtig!

Beachtet bitte, dass diese Dokumente auf Englisch oder Japanisch verfasst werden müssen:

Solltet ihr merken, dass ihr merklich ziemliche Schwierigkeiten bei dem Verfassen der Dokumente habt, sollte ihr euch wirklich nochmal überlegen, ob ihr jetzt schon das Auslandsjahr antret oder lieber später, wenn ihr besser Englisch oder Japanisch könnt. Ich erinnere gerne daran, dass man außerhalb von Toyko, Osaka, Kyoto vermehrt auf die Situation stoßen kann, das die Menschen dort sehr schlechte bis gar keine Englischkenntnisse haben.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und solltet ihr dennoch Fragen haben, bitte ich euch, mir einfach eine Mail zu schicken.