Simon no Japan / in Japan / Monat 1

Simon の Japan

Letzte Aktualisierung: 17.05.2015, 18:12:27

Mein Japan-Blog / Monat 1

Yakiniku

Da meine Gastfamilie nur 6 Tage die Woche Abendessen zubereitet, bin ich letzten Sonntag mit dem hier auch lebenden Australier in ein Yakiniku (= gebratenes Fleisch) Restaurant gegangen. Wie immer setzt man sich an einen Tisch und wartet bis ein Kellner die Bestellung aufnimmt. Auf der Karte findet man mehrere verschiedene Teller mit Fleisch bzw. einzelnes Fleisch. Nach der Bestellung wird einem dann eine Art Topf mit heissen Kohlen gebracht, der in der Mitte auf dem Tisch, unter einem Abzugsrohr, was daruber haengt, gestellt wird. Sobald das Fleisch dann gebracht wurde kann man es auf dem Kohlen-Topf nach belieben braten. Aufpassen muss man wie beim Grillen nur, dass nicht zu viel Fett eine Flamme entzuendet, die dann das Fleisch verbrennt. Leider ist es uns passiert.

Aufjedenfall ist das ein leckerer aber auch teurer Spass. Insgesamt haben wir zusammen 4000¥ bezahlt, was umgerechnet ungefaehr 25 Euro sind. Und wir wurden gerade mal so Satt. Hier noch ein paar Fotos...

Yakiniku mit dem Australier

Ich glaube sowas ist in Deutschland wegen der Verletsungsgefahr nicht erlaubt... oder doch nur, weil es zu viele Leute gibt, die damit unfug treiben wuerden?!

17.12.2014

Umweltschutz und Klima

Japan ist ja nicht gerade dafuer bekannt, dass es Umweltbewusst ist. Immerhin moechte man immernoch auf Atomkraft setzen anstatt auf erneuerbare Energien, obwohl so etwas wie Fukushima passiert ist. Dennoch gibt es auch hier viele Sachen, die Umweltbewusst und leicht umszusetzen sind, und die ich in Deutschland noch nicht gesehen habe. Siehe Bild:

Wasserhahn auf dem Spuehlkasten

So einfach kann man unmengen an Wasser sparen... warum haben nicht alle Laender sowas... wenn man das hochrechnet...

Falls ihr noch nicht erkannt habt, wo sich dieser Hahn befindet... der befindet sich auf dem Spuehlkasten einer Toilette. Somit waescht man sich die Haende mit sauberem Wasser und das Seifenwasser wird dann zum spuehlen verwendet.

Klima

Es gibt sicherlich verdammt viel zum Thema Klima zu berichten, aber ich wollte euch hier einfach nur mal ein Bild zeigen, wie der Winter in Toyo aussieht:

Winter in Tokyo

Es ist natuerlich auch kalt (momentan um die 5゜C), aber im Gegensatz zu Deutschland scheint hier meistens die Sonne und es ist strahlend blauer Himmel.

So ist das aber nur in Tokyo. In anderen Teilen Japans schneit es gewaltig und dort ist der Himmel dann natuerlich nicht blau.

17.12.2014

Arbeit in Japan und der Service für Ausländer

Für jeden der mit einem Working-Holiday-Visa nach Japan gehen möchte ist Arbeit wohl das wichtigste Thema, außer man hat um die 20.000€ mit denen man das ganz Jahr in Japan verbringen kann ohne einmal arbeiten zu müssen, aber davon möchte ich jetzt mal nicht ausgehen. Also wie stehen die Chancen in Japan Arbeit zu finden und voralldingen mit was für einer Art von Arbeit muss man rechnen?

Als erstes sollte man festhalten, mit was für Eigenschaften ich nach Japan gegangen bin. Ich konnte Japanisch auf Grundschulniveau (von den Kanjis mal abgesehen), habe nur eine abgeschlossene Ausbildung und beherrsche Englisch aus Buisinessniveau. Wichtig zu erwähnen ist aufjedenfall, dass es diese drei wichtigen Kriterien gibt: wie gut ist dein Englisch? Wie gut ist dein Japanisch? Was für einen Studiengang oder für eine Ausbildung hast du... obwohl Ausbildung... lieber Studiengang.

Die Kriterien

Bis jetzt habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass man mindestens eins der drei Kriterien sehr gut können muss und das heißt auch, mit einem Zertifikat nachweisen können muss, wenn man einen vernümpftigen Job als Ausländer ergattern möchte (Beziehungen sind immer ausgenommen). Also entweder man hat ein Englischzertifikat mit dem man nachweisen kann, dass man Englisch so gut sprechen kann (auch als Deutscher), dass man Englisch unterrichten kann oder man hat ein abgeschlossenes Studium in der Tasche und kann sich gut in Englisch verständigen oder man kann Japanisch auf dem JLPT N2 Niveau und kann irgendeine Art Job nachweisen. Wenn man nun z.B. Englisch gut beherrscht und ein abgeschlossenes Studium hat, dann hat man hier schonmal gute Chancen. Wenn man dann noch Japanisch auf Konversationsniveau beherrscht, dann ist man hier schon gefragt. Oder man kann Japanisch auf dem Niveau JLPT N2 und hat z.B. eine abgeschlossene Ausbildung (man kann was gelerntes nachweisen), dann hat man auch höhere Chancen, die man mit guten Englischkenntnissen auch ausbauen kann. Chancen in Japan hat man, man muss nur was auf dem Kasten sein, denn Japan lässt nicht jeden rein... so wie manch andere Länder... .

Was ich tue und woher ich die Stelle bekommen habe

Wenn man also so wie ich, nicht perfekt Japanisch sprechen kann, kein Englischzertifikat in der Tasche hat und auch kein Studium abgeschlossen hat, dann hat man nur eine Wahl... man geht als erstes nach Tokyo. Dort gibt es genug Arbeit und seine Chancen auf diese kann man mit Japanischkenntnissen erhöhen.

Wenn man nun also in Japan ist, dann sollte man bevor man auf Jobsuche geht folgende Dinge parat haben. Eine Meldebescheinigung (dazu ist ein Wohnort nötig), ein Telefon (Prepaid von Sotfbank geht am einfachsten) und ein Bankkonto. Am besten auch in dieser Reihenfolge. Für das Bankkonto und das Handy brauch man nämlich einen Wohnsitz den man nachweisen muss. Wenn man das alles zusammen hat, dann kann es losgehen...

... der erste Weg führt aufjedenfall zum "Hallo-Work-Office". Das ist ein Jobcenter für Ausländer. Dort kann man jede Menge guter Jobs finden, die aber in den meisten Fällen die drei-Kriterien-Regel voraussetzen. Als erstes registriert man sich dort (wieder mit Anschrift o.ä.), dann zieht man eine Wartenummer und wenn man schon ein wenig Japanisch sprechen kann, wird man an einen PC gesetzt, an dem man schon nach Jobs suchen kann, um die Wartezeit auf den Mitarbeiter zu überbrücken. Wenn man dann endlich an der Reihe ist, wird geschaut was man kann, was für Zertifikate man hat und wie gut man sich auf Japanisch verständigen kann. Es gibt auch Englischsprachige Mitarbeiter, allerdings muss man für diese extra einen Termin ausmachen. Deswegen lohnt es sich auch hier, wie ich immer gerne betone, schon Japanisch zu können (wenigstens auf Basisniveau). Wenn man nun seine Wünsche vorgetragen hat, schaut der Mitarbeiter nach geeigneten Jobs. Am Anfang werden nur Halbtagsstellen durchkämmt, da man viel höhere Chancen auf diese hat. Für mich hat der Mitarbeiter dann mehrere Restaurants rausgesucht, die keine Erfahrung erwarteten und die auch keine hohen Japanischkenntnissen verlangten. Unter den Restaurants waren auch zwei deutsche dabei, die ich als erstes auswählte, einfach für den Einstieg. Gleich danach wird die Stelle dann telefonisch kontaktiert und mit ihr ein Termin für ein Vorstellungsgespräch ausgemacht. Ein Service den ich so noch nicht erlebt habe.

Also hatte ich gleich am nächsten Tag ein Vorstellungsgespräch. Für dieses muss man meistens einen Lebenslauf auf Japanisch anfertigen. Deswegen lohnt es sich auch hier, diesen schonmal zu Hause angefertigt und korrekturlesen lassen zu haben. Dadurch, dass ich das schon erledigt hatte, musste ich nur noch in einen Kombini (convenience store) gehen und mir dort die Vordrucke kaufen. Dananch nur noch sauber und ordentlich mit der Hand abpinseln und das wars. Ausdrucke sind überhaupt nicht gerne gesehen. Wichtig noch hinzuzufügen wäre, dass man ein ordentliches Foto (am besten mit Hemd und Krawatte) benötigt, was man auf den Lebenslauf raufklebt. Gedruckt geht auch hier überhaupt nicht!

Nach dem Vorstellungsgespräch wurde ich dann von dem "Hallo-Work-Office" angerufen, wie es denn lief und ob ich den Job bekommen habe. Solch ein Service...

09.12.14

Das Gastgeschenk

Allgemein bringt man immer ein kleines Mitbringsel mit, wenn man von außerhalb kommt. Das gehört sich so und ist auch in Japan Tradition. Selbst wenn man nur innerhalb von Japan reist bringt man ein Mitbringsel, der Ortschaft in der man war, mit.

Eine gut Idee, die ich von meiner Oma hatte war ein Set zum Schokolade selbermachen. Das Set enthielt Eine Kakomischung, Butter und Öl. Da das Set aus Deutschland war, war die Anleitung zum herstellen der Schokolade natürlich auch auf Deutsch. Dadurch musste ich dabei sein, als die Gastfamilie die Schokolade machen wollte. Das habe ich ihnen auch versichert und eines Abends fragt mich die Tochter (15) der Familie, ob ich nicht mit ihr zusammen die Schokolade machen wolle. Anscheinend dachte sie es sei nicht sehr aufwendig.

Also habe ich mich aufgerafft und mir die Anleitung durchgelesen. Als erstes sollte man die Butter zum schmelzen bringen, danach das süße Öl und die Kakomischung (Pulver) in ein extrabehälter, aber nicht verrühren. Wenn die Butter komplett geschmolzen ist, sollte man die Butter zum Pulver und zum Öl hinzugießen und ungefähr eine Minute lang rühren, bis eine Kakomasse entstanden ist. Dann abschmecken und gegebenenfalls noch mehr süßes Öl hinzufügen. Die Masse dann die beigelegte Form gießen und in Kühlschrank. Im Prinzip ganz einfach. Das wichtigste was sehr deutlich hervorgehoben wurde war, dass kein einziger Tropfen Wasser in die Butter oder in die Kakomasse gelangen darf. Was natürlich beim Schmelzvorgang (Butter in Behälter und dann ins heiße Wasser stellen) geschehen kann.

Nun gut, also erstmal die Butter in eine Metallschale und dann ins Wasserbad. Leider hatten wir irgendwie keine Schale fürs heiße Wasser, weswegen die schlaue Tochter auf die Idee kam eine Tasse zu nehmen. Die Metallschale passte gerade so rauf. Also heiß Wasser bis oben eingießen und die Metallschale raufgestellt. Während sie dieses Kunststück vollführte hab ich die Kakomasse in eine weitere Schale gegeben und nur ganz wenig Öl hinzugefügt, da ich nicht wusste, wie viel man zuerst verwenden sollte. Zwischenzeitlich hat sie dann mal erwähnt, dass sie ganz genau weiß, dass kein Tropfen Wasser in die Kakaomasse gelangen darf.

Da wir die Butter in einer Metallschale auf einer Tasse schmelzen wollten, mussten wir das Wasser auch irgendwann wechseln, weil das Wasser zu kalt geworden ist. Außerdem hat es ziemlich lange gedauert, bis überhaupt was passiert ist. Ich nehme also Vorsichtig das Metallschälchen, was einen Griff hatte, von der Tasse und sie wechselt das Wasser aus. Nachdem das neue heiße Wasser in der Tasse war wollte sie, dass ich ihr die Metallschale geben. Also gebe ich ihr die Metallschale und da geschah es. Bei der Übergabe fielen zwei Tropfen Wasser gerade so an den rechten Rand der Schüssel, die mit dem Kakopulver gefüllt war, und liefen den Rand runter in das Öl, was sich an dieser Seite gesammelt hatte.

Die Tochter guckte mich mit total entsetzten Augen an und hat nichts gesagt. Aufeinmal schaltete sie und trennte das Öl von dem Kakopulver. Ich nahm also schnell ein zweites Gefäß und einen Löffel und Löffelte das unberührte Pulver aus der Schüssel mit dem Öl. Puh, das Pulver war gerettet und da ich nur wenig Öl hinzugoss hatten wir noch 4/5 des Öls übrig. Nun war alles wieder gerettet und die Butter war fast fertig geschmolzen. Noch einmal sollten wir Wasser wechseln meinte sie und ich nickte zögernd. Sie machte eine Handbewegung und da passierte das, was nicht hätte passieren müssen. Sie schukelte ausversehen das Metallschälchen auf der wackligen Konstruktion an und 3/4 der Butter floss nun auf dem Tisch neben der Tasse herum. Nun gut, kann man nicht ändern dachte ich und teilte es ihr mit.

Ganz vorsichtig haben wir dann den letzten Wasserwechsel vorgenommen und die Butter vollständig zum schmilzen gebracht. Also fügten wir noch ganz vorsichtig die Butter zu dem Pulver und dem ganzen Öl hinzu und rührten das ganze gut. Durch die fehlende Butter und dem fehlenden Öl wurd die Schokolade dann ziemlich zäh. Das konnte aber auch an der Temperatur von ca. 18° in der Wohnung liegen. Dadurch das die Schokolade so zäh war hatten wir Probleme sie in die Form zu bekomme und so wurde es ein großer Klumpen Schokolade, den wir dann in den Kühlschrank gestellt haben.

Nach einer halben Stunde haben wir dann die Schokolade gekostet und festgestellt, dass sie garnicht schlecht geworden ist. Sie war ziemlich kräftig im Geschmack und ein wenig bitter, aber echt lecker. Ihr hat sie nicht so geschmeckt, aber der Mutter und mir. Der Geschmack ist vergleichbar mit der einer Lindt Schokolade mit 50% Kakoanteil gewesen.

06.12.14

Viel zu erzählen

Es gibt viel zu Erählen, dennoch komme ich nicht dazu. Mein Tagesablauf ist eigentlich immer gleich, außer ich habe was bestimmtes vor an dem Tag.

Ich stehe auf, mach mich fertig (duschen etc.), gehe ins Wohnzimmer mit meinem Laptop und warte bis die Gastmutter kommt, um Frühstück zu machen. Dann essen wir, ich sitze weiterhin am Rechner und irgendwann wasche ich dann mein Geschirr ab. Je nachdem, was ich den Tag geplant habe, mache ich dann irgendwas außerhalb der Wohnung. Da das in letzter Zeit viel war, kam ich leider nicht zum Schreiben des Blogs.

Wenn ich dann so um 18:00 Uhr nach Hause komme setze ich mich abermals mit meinem Rechner ins Wohnzimmer. Dann irgendwann gibt es Essen und wir essen zusammen. Meistens unterhalte ich mich dann oder schaue Fernsehen mit allen zusammen.

Apropos Fernsehen, heute gab es eine super lustige Fernsehsendung. Sie ähnelte ungefähr der Show "Sketchup". Super lustig obwohl ich vielleicht nur 70% verstanden habe.

Dadurch das mir die Gastmutter letztens ein Handy gekauft hat, konnte ich Schlussendlich auf Arbeitssuche gehen... Fortsetzung folgt

Mein Knochen

Meinen letzten Knochen hatte ich in der 10. Klasse oder so... jedenfalls ist es lange her. Dennoch ist es irgendwie angenehm sowas leichters und Handliches in der Hand zu halten, was auch mal runterfallen darf. Und der Akku erst...

02.12.14

Ich und das Kino

Eine interessante Sache, die mir erst aufgefallen ist, nachdem mir der Australier das erzählt hat ist, dass man eine Art wandelndes Kino ist. Man wird ständig angeguckt, einem wird aus dem Weg gegangen und manchmal habe ich das Gefühl, dass die Japaner sogar ein wenig Angst vor einem haben. Dennoch ist das nicht gerade verwunderlich, denn manchmal hab sogar ich ein mulmiges Gefühl bei den Ausländern die hier rumlaufen. In irgendeinem Blog habe ich mal gelesen, dass es wohl daran liegen soll, dass die Japner Angst haben sollen, dass wenn man sie auf Englisch anspricht, sie sich nicht äußern können. Naja aufjedenfall ist es manchmal ein wenig komisch.

Anders allerdings ist es, wenn man jemanden um Hilfe bittet. Klar, ich frage auf Japanisch, dennoch wird einem immer sehr freundlich geholfen. Teilweise wird man sogar dahin gebracht, wohin man möchte. Also sollte man nicht denken, dass die Japaner alle unfreundlich gegenüber Ausländern sind. Ich selbst weiß auch noch nicht ganz, woran es liegen könnte, voralldingen in dem großen Tokyo, wo es im Gegensatz zum Rest des Landes, viele Ausländer gibt.

27.11.14

Kein Zeit verlieren!

Heute habe ich mich auf den Weg gemacht um ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Als erstes wurde ich von meiner Gastmutter zum Einwohnermeldeamt gefahren (住民登録局 = じゅうみんとうろくきょく = juumintourokukyoku). Dort angekommen musste ich erstmal eine kleine Sprachhürde überwinden, ob ich denn schon registriert sei oder nicht. Da ich dazu tendiere "ja" zu sagen, dachten "wir" erst, ich sei schon registriert. Aufjedenfall musste ich ausschließlich Japanisch sprechen, was meine Meinung bestätigt, dass es sehr schwierig ist, hier nur mit Englischkenntnissen Fuß zu fassen. Nunja, ich war dort ungefährt eine Stunde lang. Dann habe ich auch schon meine Meldebestätigung bekommen. Deutschland könnte sich von so einem Service ruhig eine Schreibe abschneiden.

Danach bin ich dann zu der weit entfernten Bahnstation gelaufen um von dort aus zurück zu meiner Bahnstation zu fahren. Dort angekommen habe ich dann erstmal ein Sandwich und ein Kaffe im Caffee gegessen. Zusammen hat es mich 530 Yen gekostet, was ungefährt 3,50€ sind. Da es drei "Sandwich-Dreiecke" waren, also Toasts diagonal geschnitten, war es relativ günstig. Danach habe ich mich dann auf die Suche gemacht um meinen "Unterschriften-Stempel" zu kaufen. Diesen werde ich brauchen um mein Bankkonte zu eröffnen, wurde mir von dem hier lebenden Australier gesagt. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass hier noch andere Leute leben, die schon verschiedene Erfahrungen gemacht haben, die mir dadurch auch Tipps geben können. Außerdem macht es mir auch Spaß neue Leute aus anderen Ländern kennen zu lernen, aber zurück zum Thema...

In Japan benutzt man anstatt eine Signatur einen sogenannten "印鑑 = いんかん = Inkan". Dieser Stempel stempelt die Schriftzeichen deines Namens. Es gibt günstige, die sehr einfach sind (zum Beispiel vom 100 Yen Shop) oder es gibt teure, die man nach belieben herstellen lassen kann und so einzigartiger sind. Ich wollte aber nur ein Bankkonte eröffnen und deswegen bin ich in den 100 Yen Shop gegangen und habe nach einem Stempel für mich geschaut. Da ich ja keine Kanjis (Schriftzeichen) für meinen Namen besitze, habe ich Kanjis gewählt, die meinem Namen ähneln. Mein Stempel hat nun die Kanjis 寺門 = じもん = jimon. Das ähnelt meinem Namen am ehesten. Frei übersetzt würde das "Tempeltor" heißen. Oder "die Tür zum Tempel". Naja lange Rede kurzer Sinn, ich habe mir diesen Stempel im 100 Yen Shop für 108 Yen gekauft und bin dann in richtung "Postbank" gelaufen.

So wie ich verstanden habe, muss man diese Postbank immer in der nähe seines Aufenthaltortes nehmen. Naja aufjedenfall habe ich dort kurz gewartet und kam an die Reihe. Für die Registrierung brauchte ich meine Meldebescheinigung, meine Adresse und meine Aufenthalts-Karte (residence Card). Die Registrierung hat ca. 20 Minuten gedauert und ich habe eine Art "Sparbuchkonto". Meine Karte mit der ich Geld abheben kann bekomm ich schon bald. Noch habe ich nicht ganz verstanden, wie das Konto so funktioniert und was ich damit machen kann, aber die Broschöure werde ich mir bald mal angucken. Leider bedarf sowas immer viel Zeit, da ich viele Kanjis übersetzen muss.

Nun habe ich also eine Meldebescheinigung, ein Bankkonto und einen Unterschriften-Stempel. Fehlt also nur noch ein Handy. Das nehme ich die nächsten Tage in angriff. Da ich noch nicht 20 bin, könnte das eventuell Probleme machen, aber mal schauen... . Hier noch ein paar Bilder vom Flug... .

Fluginfos

Flugkarte

Jeder hat seinen eigenen Monitor, wo man Filme sehen, Musik hören, E-Books lesen oder sich die Flugkarte anschauen kann. Aber trotzdem macht fliegen keinen Spaß...

Fenstertöner

blaues Fenster

Anscheinend saß ich in einem neuerem Flugzeug. Solche Regulatoren um die Scheiben zu tönen kannte ich noch garnicht. Ich dachte erst, ich erlebe ein großes Spektakel, wo die Sonne oder der Mond blau leuchtet... bis ich bemerkt habe, dass die scheiben einfach nur blau getönt sind...

26.11.14

Angekommen

Endlich bin ich in Japan angekommen. 12 Stunde musste ich von Helsinki aus im Flieger verbringen, was auf die Dauer echt unangenehem ist. Nachdem ich dann aus dem Flieger gestiegen bin, musst ich erstmal durch die Passkontrolle, wo ich aber direkt "rausgezogen" wurde, da ich einen längeren Aufenthalt plane, wie mir erklärt wurde. Mein Reisepass, in dem sich mein Visum befindet, wurde nochmal kontrolliert, meine Fingerabdrücke wurden genommen und meine Iris wurde gescannt. Danach habe ich dann meinen einjährigen Personalausweis bekommen und durfte ins Land.

Nun war ich also im japanischen Teil des Flughafens. Dort habe ich dann erstmal mein Geld zu einem relativ schlechten Wechselkurs gewechselt. 141,8 Yen pro Euro. Letztes mal waren es 143 oder 144 Yen, was bei 1000€ schon eine Menge ausmacht. Jetzt konnte ich endlich vom Flughafen runter und mich in das Leben von Tokyo stürzen. Einglück war es noch nicht so voll, da es erst kurz nach 11:00 Uhr war.

Mit der JR-Narita-Line bin ich dann ca. 1 1/2 Stunden zu meinem Zielbahnhof gefahren. Dort habe ich dann meine Gastmutter, bei der ich die nächsten 3 Monate hausen werde kontaktiert. 10 Minuten später kam sie dann um mich abzuholen. 5 Minuten sind wir dann nochmal zu ihrem Haus gefahren. Ich hatte echt Glück, so einen Service zu haben. Im Regen und mit dem Gepäck dort hinzulaufen wär nicht so angenehm gewesen.

Im Haus angekommen wurde mir erstmal alles gezeigt. Das relativ große Badezimmer, mein Zimmer mit Tatami, das ziemlich zugestellte Wohnzimmer in dem auch gleichzeitig die Küche und ein zum Glück ein Kotatsu ist und sonst alles, was ich wissen muss. Mein Zimmer ist ähnlich groß wie das Zimmer, was ich in Deutschland habe. Nur die Einrichtung hält sich in Maßen, was mich aber nicht stört, solange ich einen funktionierenden Laptop habe und Strom habe.

Da ich im Flug nicht schlafen konnte, war ich ziemlich breit. Deshalb habe ich gefühlt den Rest des Tages unter dem Kotatsu im Wohnzimmer verbracht. Irgendwann kam dann die Tochter der Gastmutter, die echt Lustig drauf ist und sich anscheinend schon an die Ausländer in ihrer Wohnung gewöhnt hat, wie mir scheint. Sie hat mich kurz Begrüßt, aber nicht so förmlich, wie man es aus Animes kennt oder sich vorstellt, wie es im Land der aufgehenden Sonne gemacht wird.

Später kamen dann noch die Kanadier und der Australier hinzu, die noch hier leben. Leider fliegen die Kanadier schon heute ab. Bis um ca. 21 Uhr haben wir uns in Englisch unterhalten und etwas zu Abend gegessen. Danach bin ich tot ins Bett gefallen.

25.11.14