Simon no Japan / in Japan / Monat 2

Simon の Japan

Letzte Aktualisierung: 17.05.2015, 18:12:28

Mein Japan-Blog / Monat 2

Wie ich Weihnachten erlebt habe

Das erste mal, dass ich Weihnachten ausserhalb verbracht habe. Viele haben mir die Frage gestellt, wie die Stimmung hier ist, ob man hier auch Weihnachten feiert oder was man an Heilig Abend so macht.

Allgemein ist hier Weihnachten nur ein Anlass sich mit den engsten zu treffen um gemuetlich was zu essen und zu trinken. Das christliche dahinter spielt hier keine Rolle. Kinder werden hier aber auch zu Weihnachten beschenkt, und es gibt auch Erwachsene, die sich hier zu Weihnachten gegenseitig beschenken. Im Einkaufcenter dudelt die uebliche Weihnachtsmusik im klassischen Stil und ab und zu kann man auch mal einen Weihnachtsbaum begutachten. Weihnachtskarten, Weichnachtsgebaeck und Weihnachtsschmuck kann man hier natuerlich auch kaufen, Kommerz gibt es eben ueberall. Wuerde man Weihnachten nicht in Deutschland kennen gelernt haben, koennte man von der Aufmachung ueberall denken, dass es so normal zu Weihnachten ist. Das einzige Problem was vorherrscht... es fehlt die Stimmung. Irgendwie ist es halt doch nur "Weihnachten". Weihnachten in Deutschland wird man an der Stimmung kaum uebertrumpfen koennen. Der fehlende Schnee und die scheinende Sonne tragen ihren Teil dazu bei.

Die Gastmutter hat am 25. eine kleine Weihnachtsparty vorbereitet. Der Tisch war zum Abendessen schoen gedeckt, es gab ein leckeres Essen mit Dessert und ein wenig Bier und Biermischgetraenk fuer alle die anstossen wollten. Danach wurden Geschenke verteilt. Jeder hat jedem etwas kleines geschenkt. Ich zum Beispiel habe der Mutter einen kleinen, in Japan hergestellten, Weihnachtsstollen geschenkt. Sie hat mir eine Schultertasche und eine Boxershort von Ralph Lauren geschenkt. Anbei bemerkte sie, dass man sone Shorts zu "wichtigen" Anlaessen traegt, da diese ja von Ralph Lauren ist. Auf dem Tisch stand uebrigends noch ein kleiner Weihnachtsbaum aus goldenem Lametta. Weihnachtsmusik gab es aber leider nicht.

target="_blanc" Ganz klar haette ich Weihnachten lieber bei meiner Familie verbracht (meine Oma macht immer ein super Weihnachtsessen), aber es war auch interessant mal zu sehen, was in Tokyo so laeuft, waehrend Weihnachten. Ich glaube die meisten Leute freuen sich einfach mehr auf Neujahr, als auch Weihnachten, weswegen das Weihnachtsfest so ein wenig untergeht. Zu Neujahr haben die meisten naemlich mehrere Tage frei, was in Japan eher selten vorkommt.

l6.01.2015

Einblick in das Schulsystem

Dadurch, dass ich bei einer Gastfamilie lebe, bekomme ich auch alltaegliche Dinge mit. Diesmal geht es um das so oft kritisierte Schulsystem.

Allgemein gibt es vier Stufen. Die Grundschule 6 Jahre (小学校), die Mittelstufe 3 Jahre (中学校), die Oberstufe 3 Jahre (高校) und danach das Studium (大学). Soweit fast alles wie in Deutschland, wobei es bei uns mit den Jahren nicht ganz hinhaut. Aber da Deutschland von Bundesland zu Bundesland eh ein anderes Schulsystem hat, ist es eh muessig ein Vergleich zu ziehen. Natuerlich gibt es auch noch andere Wege, allerdings ist dies der am meisten gewaehlte, Vergleich bei uns mit dem Abi und der Uni und vielleicht der Ausbildung fuer Leute die keine Lust haben zu lernen.

Wechsel zwischen den einzelnen Schulen

Der Wechsel zwischen den einzelnen Schulabschnitten geschieht nicht so ohne weiteres wie bei uns im grauen Deutschland. In Japan gibt fuer Schueler, die am Ende ihrer Schulzeit sind (z.B. Grundschule 6. Klasse [小学校6年生]) ein extra Wort. In Deutsch wuerde man es so uebersetzen: "Schueler, der sich auf ein Exam vorbereitet" in Japanisch 受験生 = じゅけんせい = jukensei. Wer also in Grundschule 6. Klasse, Mittelstufe 3. Klasse, Oberstufe 3. Klasse ist, ist jukensei. Diese Schueler haben dann ab einen gewissen Zeitpunkt, z.B. ab November keinen "Club" mehr, in den sie nach dem regulaeren Unterricht gehen. Was dieser Club ist, erklaere ich spaeter. Nach der Schule gehen viele Schueler dann noch zur Nachhilfe um sich auf einen Einstufungstest vorzubereiten. Dieser Test stuft einen dann ein, wie gut man ist und auf was fuer eine Schule man dann gehen kann. Jede Schule hat ein bestimmtes Level. Innerhalb der Schulen gibt es dann auch noch mal verschiedene Level der Klassen. Nach dem Einstufungstest gibt es dann den eigentlich Test an der jeweiligen Schule, an die man gehen moechte. Diesen Aufnahmetest muss man dann bestehen.

An sich ein sehr gelungenes System, weil man jeden Schuele nach seinem koennen und ehrgeiz bewertet. Allgemein haben die Schueler in Japan (wie ich finde), einen hoeheren Ehrgeiz als in Deutschland. Das haengt aber auch allgemein mit der hier herschenden Kultur zusammen. Ein zweiter Punkt ist der schon eben erwaehnte "Club", den man auf Japanisch 部活 = ぶかつ = bukatsu nennt.

部活 = ぶかつ = bukatsu

Der bukatsu ist nicht vergleichbar mit einer AG in deutschen Schulen. Man geht jeden Tag zu dieser "AG" und opfert mehr als nur eine Stunde dafuer. Jeder bukatsu hat sein Thema und wenn man sich ein gutes Thema aussucht, kann man auch einen neuen bukatsu Gruenden. Natuerlich gibt es viele Sport und Musik bukatsu, aber auch Computer und Kampfsport bukatsu. Man trifft sich nach dem regulaeren Unterricht und macht was zusammen in dem bukatsu. Man uebt fuer ein Konzert oder trainiert sein Fussballkoennen. In den Sommerferien z.B. unternimmt man zusammen was und trifft sich auch ausserhalb. Es gleicht eher einem Verein bzw. einem Interessentreff. Das gute daran ist, dass man etwas macht, was einem interessiert und man nicht zu viel Freizeit nach der Schule hat und Unsinn treibt, wie die Jugendlichen in Deutschland. So hat mir das auch die Gastmutter erzaehlt und erklaert, was sehr einleuchtend war. Und wenn ich mir die Schueler anschaue, die draussen rumlaufen, merke ich auch, dass das Schulsystem nicht so schlecht sein kann.

11.01.2015

Die aktuelle Lage

Um auch einmal ueber was wichtiges zu sprechen, moechte ich hier meine aktuelle Lage in Japan darstellen. Momentan wohne ich bei einer Homestayfamilie, habe einen Teilzeitjob in einem deutschen Restaurant in Tokyo, versuche so gut wie moeglich Geld zu sparen und versuche im selben Atemzug so viel Spass zu haben und so viel mitzunehmen, wie es nur geht. Manchmal muss man dann auchmal auf das Geldsparen verzichten und manchmal muss man auch mal hunger haben und auf das Abendessen warten um wieder das Geld reinzuholen, was man woanders verprasst hat. Allgemein muss man sich hier sowiso umgewoehnen... da das Essen aufm Teller immer weniger ist, als das was man aus Deutschland kennt. Weil die Tempereaturen verschieden sind, im Haus und Ausserhalb. Weil die Leute andere Sachen erwarten, dafuer aber auch andere Sachen geben. Und weil man momentan in seinem Traumland lebt und man vielleicht garnicht weiss, wie man seine gluecklichkeit "auslebt".

Weiterhin muss man aufpassen, dass, auch wenn man sich an das Leben hier und an den Alltag hier gewoehnt hat, man sein Ziel nicht aus den Augen verliert und versucht weiterhin alles zu geben und alles dafuer zu tun, sein Ziel zu erreichen. Das ist, glaub ich, eines der schwierigsten Angelegenheiten hier, mit denen ich Leben muss. Ich darf und kann mich nicht in Sicherheit wiegen, wie ich es in Deutschland getan habe und kann auch nicht denken, dass alles schon seinen Weg gehen wird... ich muss immer aufpassen, dass ich auf dem Weg bleibe und jeden Umweg sehr gut abwaege.

Kommen wir also zu dem Hauptteil. Ich kalkuliere mein gespartes Geld und das Geld was ich verdienen kann in einem Monat. Daraus ergibt sich dann, wie lange ich hier noch leben kann. Desweiteren habe ich eine Datenbank, in der ich alle meine Ausgaben eintrage, um nachzuschauen, wie viel Geld ich denn durchschnittlich pro Tag an Essen und Transport ausgebe. Diese Werte werden dann auch in meine Kalkulation miteinbezogen. Somit bekomm ich ein relativ sicheres Ergebnis, wie lange ich hier noch leben kann.

Dadurch, dass ich das alles kalkuliert habe, habe ich leider feststellen muessen, dass ich im Restaurant zu wenig Geld verdiene, um meine monatlichen Kosten decken bzw. meine Kosten so decken zu koennen, dass ich ein ganzes Jahr in Japan bleiben kann. Daraus ergibt sich dann leider, dass ich frueher oder spaeter das Restaurant verlassen muss, und das ist nicht gerade ein angenehmes Gefuehl, denn meine Situation wird dadurch unsicherer und ich muss leider meine sehr netten Arbeitskollegen im Stich lassen. Ich werde also mitte Januar anfangen andere Arbeit zu suchen. Sollte es sich herausstellen, dass ich in absehbarer Zeit nicht so schnell was finde, werde ich versuchen eine kleine Reise nach Okinawa zu machen, um wenigstens dieses schoene Erlebnis mitzunehmen. Auch wenn das meine Zeit verkuerzt. Die Reise soll nur ein paar Tage andauern. Danach werde ich dann versuchen, einen besseren Job zu finden. So sieht der Plan aus.

Bestimmt fragt ihr euch:"Warum will er auch noch verreisen, wenn er eh schon kein Geld hat?". Ganz einfach... es bringt nichts, hier in meiner Wohnung zu hocken und auf einen Job zu warten. Und wenn sich so ein Uebergang ermoeglicht, moechte ich ihn nutzen um neue Dinge kennen zu lernen und meine Zeit hier in Japan schoen zu gestalten. Nicht, dass ich am Ende 4 Monate hier zu Hause sass und nichts erlebt habe, nur weil ich Hoffnung hatte. Die Zeit zu geniessen und neue Dinge kennen zu lernen ist auch etwas, was man umbedingt tun sollte. Und wenn ich einen neuen Job gefunden habe, kann ich nicht einfach mal nach Okinawa reisen, sondern muss versuchen mich so gut darzustellen und so hart zu arbeiten wie nur moeglich.

Berichte zu Weihnachten und Neujahr in Japan werden noch folgen. Momentan fehlen mir noch Bilder.

01.01.2015

Manga-Convention in Japan

Gestern war ich auf einer Manga-Convention hier im Mangaparadies Japan. Das Gebaeude liegt in Odaiba, weshalb die Anfahrt teuer ist und lange dauert, aber das nimmt man gerne fuer so ein Spektakel in kauf. Angekommen an der Station "有明 - ありあけ - Ariake", haben wir (der Australier und ich) uns mit seinen alten Klassenkameraden von der Japanischschule getroffen. Zu den Zeitpunkt sah man schon, dass es sehr voll werden wird...

Der Weg zu dem Gebaeude sieht exakt so aus, wie man ihn aus manchen Animes/Mangas kennt. Schon erstaunlich, wenn man in Deutschland dieses Gebaeude und den Weg der Convention gesehen hat (in Animes z.B.) und jetzt hier wirklich vor Ort ist und das genauso aussieht. Dazu auch gerne ein Bild:

Orchester in Japan

Einfach nur cool hier gewesen zu sein... mehr kann man dazu nicht sagen!

Orchester in Japan

Gleich sind wir oben... nur noch ein bisschen. Viele Auslaender hab ich auch schon gesehen.

Insgesamt waren wir sieben Personen. Dennoch haben wir uns dann in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine fuenfergruppe und wir drei (ein Freund von dem Australier war auch noch dabei). Von der Treppe konnte man noch nicht erahnen, was einen erwartet...

Orchester in Japan

Menschen, Menschen und noch mehr Menschen...

Orchester in Japan

Da koennen die Messen in Deutschland nicht mithalten.

Orchester in Japan

Der Eintritt war frei, nur der Katalog der Messe hat was gekostet.

Orchester in Japan

Innen sah es nicht besser aus...

Angekommen sind wir gegen 13 Uhr und abgehauen sind wir gegen 16 Uhr. Geoeffnet war die Messe bis 17 Uhr. Ich waer gerne noch da geblieben, aber alleine ist ja auch doof. Cosplays hat man an den Staenden viele gesehen, aber mehr gab es irgendwo anders, das haben wir aber irgendwie verpasst. Wenn ich im Sommer noch hier bin, gehe ich nochmal auf die Messe. Dann aber vielleicht mehrere Tage.

Orchester in Japan

Viele Menschen die kommen, wollen auch irgendwann wieder gehen... Einglueck nehme ich die nicht so volle Yukamome Line.

Ein schoener Tag ist es gewesen. Gekauft habe ich mir nichts, weil ich irgendwie nicht richtig Zeit zum selber schauen hatte. Aber interesant war es trotzdem. Manga/Anime Fans sollten ihre Reise so planen, dass sie die Messe miterleben koennen. Ich glaube es gibt nichts vergleichbares.

30.12.2014

Mein erstes Gehalt

Momentan arbeite ich ja wie ihr wisst in einem deutschen Restaurant in Roppongi. Dort arbeiten auch noch vier andere Deutsche. Hauptsaechlich bin ich in der Kueche. Ab und zu muss ich am Abend Kellnern. An sich ist der Job nicht zu schlecht, aber mein Gehalt ist ziemlich gering... wie ueblich in der Gastronomie. Nach drei Wochen habe ich dann endlich mein erstes Gehalt bekommen, in diesem Umschlag in Bar:

Mein erstes Gehalt

Die Schriftzeichen oben bedeuten "給料 - きゅうりょう - Gehalt".

Leider ist das Gehalt ziemlich gering, da man als Working-Holiday-Traeger 20.42% Steuern zahlen muss. Sobald man ein Jahr in Japan gelebt hat, muss man nur noch 5% Steuern zahlen, also die gleiche Hoehe wie Japaner zahlen muessen. Allgemein gibt es in Japan nicht viel Steuern, dennoch ist alles hier teuer. Auf Lebensmittel haben wir hier momentan 8% Steuern. Dafuer ist Bildung in Japan sehr teuer.

Allgemein sagt man ja, dass man in Japan einen hoeheren Arbeitswillen hat und man fuer die Firma mehr macht und mehr arbeitet. Ich habe meine Gastmutter gefragt, warum dass so ist, warum der Mann in einer Familie immer auf Arbeit ist und erst spaet nach Hause kommt und keine Zeit fuer die Familie und fuer das Kind hat und die Frau die Hausfrauenrolle uebernimmt. Und ich habe sie auch gefragt, ob sie sich von der Regierung oder im alltaeglichen Leben als Hausfrau diskriminiert fuehlt, weil das ja ziemlich oft ein Thema ist, ueber das man als Auslaender ueber Japan spricht.

Die Antworten auf diese Fragen haben mich eigentlich nicht weiter ueberrascht, da ich diese "Frauen-diskriminierungs-geschichte" nicht wirklich fuer voll nehme. Die Gastmutter meinte zu mir, dass sie sich nicht diskriminiert fuehlt. Sie meinte zu mir:"... Wenn das Baby in der Nacht schreit, kann der Mann nicht aufstehen und das Baby fuettern. Das kann nur eine Frau, weil sie die Brust hat. Maenner und Frauen sind nicht gleich und sie versteht nicht, warum man in der Welt versucht, Frauen und Maenner gleich zu stellen. ...". Weiterhin hat sie mir erklaert, dass der Mann das Geld fuer die Bildung des Kindes nach Hause bringt, da man ein Studium nicht so wie in Deutschland bezahlt bekommt, sondern es selber bezahlen muss, was schon mal im fuenfstelligen Bereich liegen kann. Sie meinte, dass das System so wie es ist, gut arbeitet und es auch Faelle gibt, wo die Frau Karriere macht und der Mann zu Hause ist. Im gleichen Satz meinte sie aber, dass der Mann dann das Baby nicht auf natuerliche Weise fuettern kann und man die verschiedenen Faehigkeiten der Geschlechter akzeptieren muss. Ein wichtiger Grund zur Entscheidung, wer zu Hause bleibt, ist das Gehalt beider. Wenn die Frau mehr in ihrem Job verdient, warum sollte sie dann zu Hause bleiben... . Groessere Firmen bieten jetzt auch schon an, dass die Frau fuer 1 1/2 Jahren zu Hause bleiben kann und danach weiterarbeitet, in dieser Richtung wieder also schon was getan. Bei Maennern gibt es diese Programme fast garnicht... Gleichberechtigung halt.

28.12.2014

Klassische Musik

In Japan liebt man die klassische Musik. Die meisten Japaner lernen schon im Kindheitsalter ein Instrument oder gehen in ein Sportverein, wobei das ja wenig mit klassischer Musik zu tun hat. In der Schule gibt es ja sogenannte "部活 - ぶかつ - bukatsu (Club-Aktivitaet)", was man zu deutsch vielleicht mit einer AG (Arbeitsgemeinschaft) vergleichen koennte, wobei das viel mehr ist als nur eine AG... aber das ist ein anderes Thema. Aufjedenfall spielt die Tochter meiner Gastfamilie Klarinette und ist am erlernen von Klavierspielen. Ausserdem ist sie eine wichtige Person in diesen "Club-Aktivitaeten" und wurde von ihrem Lehrer zu einem Ochester eingeladen. Ich wurde gefragt ob ich mitkommen moechte und habe natuerlich, weil ich ja jede Menge Zeit habe, ja gesagt. Ausserdem moechte ich hier ja was erleben. Der Lehrer hat fuer mich uebrigends die Karte bezahlt.

Mit dem Lehrer haben wir uns dann am Bahnhof getroffen und sind zusammen dann zur Philharmonie gefahren. Der Lehrer war echt nett und ist neben Musiklehrer auch noch Englischlehrer, hat aber trotzdem nur Japanisch geredet. Nun bin ich ja auch kein native Speaker. An dem Tag musste es natuerlich wie aus kannen giessen, weshalb man am Eingang auch die Regenschirme abgeben musste. Allerdings hat man diese nicht einfach abgegeben, sondern "abgeschlossen". Das war wie ein Stellplatz fuer Regenschirme. Es gab eine Halterung in die man die Schirme am Griff eingehaengt hat. Dann hat man die andere Haelfte das "Kreises (Halterung)" zugeklappt und mit einem Schluessel abgeschlossen. So hatte jeder einen Schluessel fuer seinen Regenschirm. Danach sind wir rein und konnten noch unser Gepaeck und unseren Mantel abgeben, bevor wir uns auf die Sitzplatsuche begeben haben.

Orchester in Japan

Sitze in der oberen Ebne, ich glaube das war sogar das 3. Stockwerk. Nichts fuer Leute mit Hoehenangst...

Orchester in Japan

Gespielt wurde: Akademische Festouvertüre c-Moll op. 80 (Brahms), Suite aus dem Ballett Der Nußknacker op. 71a (Tschaikowski), 4. Sinfonie Es-Dur, Die Romantische, WAB 104 (Bruckner)

1 1/2 Stunden klassische Musik war leider ein wenig lang fuer mich, ich musste aufpassen, dass ich nicht einschlafe. Ab und zu mag ich klassische Musik, aber fuer mich war das ein wenig zu lang. Der Sound allerdings ist schon nicht schlecht in so einer Philharmonie.

Danach sind wir dann etwas essen und trinken gegangen. Da nur noch wenige Restaurants offen hatten mussten wir leider in einem Izakaya (Kneipe) Platz nehmen, was nicht zum Sattessen gedacht ist, weswegen das Essen dort sehr teuer ist. Ein schoener Abend mit meiner Gastfamilie und einem japanischen Lehrer.

27.12.2014